29 Juni 2013

Senf-Panade (glutenfrei, eifrei)

Letztens bekam ich an der Käsetheke einen tollen Tip: Manouri-Käse selbst panieren! Manouri ist ein Molkenkäse und ist ähnlich wie Feta - aus Schafs- und Ziegenmilch, fest, mild im Geschmack. Wie kann man aber glutenfrei und eifrei panieren? In der glutenfreien Ecke bekam ich die Antwort auf einer Paniermehl-Packung: Senf statt Ei!



Hier so was wie ein Rezept:

- Feta oder Manouri (kuhmilchfrei)
- glutenfreie Panade (zB Maisgries)
- Senf
- Öl für die Pfanne

Den Käse mit Senf einstreichen und in der Panade wenden (Tip: zuerst die kurzen Kanten, dann die großen Flächen). Öl in der Pfanne erhitzen, Käse rein, nach einiger Zeit wenden bis alle Seiten knusprig sind. Schon fertig!

Das geht bestimmt auch mit Ziegencamembert...

Nachtrag: probiert doch mal Varianten wie Kräuterpanande oder Sesampanade - einfach die Kräuter oder den Sesam mit dem Maisgries mischen, dann panieren.

28 Juni 2013

Fertig: Shirts

Aus Jersey-Resten ist dieses Shirt entstanden:



Genäht in Anlehnung an den Schnitt 117 aus der Februar-Burda von 2012 (im Original ein Kleid). Hinten habe ich noch Abnäher eingefügt, die sich in Teilungsnähten verstecken:




Und dann habe ich mal was anderes gewagt: Rüschen!



Der Schnitt für dieses Raglan-Shirt stammt aus der Februar-Burda von 2013. Ich habe ihn mit meinem Grundschnitt "zusammengewürfelt" so daß vorne und hinten Abnäher sind. Außerdem habe ich die Ausschnittkante etwas gemäßigter, sprich enger, gemacht.



Interessanterweise finde ich das Shirt gar nicht "mädchenhaft".

25 Juni 2013

Die verstrickte Dienstagsfrage 26/2013

Das Wollschaf fragt heute:

Beim Stricken von rechten Maschen tippe ich mit dem rechten Zeigefinger auf die linke Nadel, um die Nadel zurückzuschieben und die gestrickte Masche auf die rechte Nadel zu transportieren. Dies ist so meine Strickangewohnheit, da hat wohl jede so ihre Spezialitäten. Manchmal, wenn ein Strickstück besonders sperrig ist und nicht rutschen will, stricke ich mir ein kleines Loch in den Zeigefinger- eine kleine Lücke zwischen den Rillen im Finger (die für Fingerabdrücke gebraucht werden). Das tut fies weh, wenn man beim Stricken erneut mit der Nadel dort hineingerät und lässt sich nur durch eine Strickpause, Stricken mit Fingerhut oder undurchdringliches weisses Heftpflaster vermeiden.

Nun meine Frage: Kennt Ihr diese Strickverletzung oder habt Ihr schon Beeinträchtigungen körperlicher oder anderer Art durch das Stricken erlitten?


Wenn ich viel stricke, bekomme ich an manchen Stellen der Finger Verdickungen, die wohl als Hornhaut durchgehen. Wenn meine Fingernägel zu lang sind und ich flott stricke, flutscht mir auch mal die Nadel unter den Nagel des linken Mittelfingers. Passiert das öfters, gibt's regelrecht eine Verletzung. Dann ist es Zeit für eine Maniküre :-)

21 Juni 2013

Zwangspause

Liebe LeserInnen, ihr habt diesen Monat so fleißig bei mir gelesen, daß mein Bandbreitenlimit für die Bilder erreicht wurde. Ich nehme an, daß es sich um eine Ausname handelt, sprich die bilderreichen Beiträge zum Spinntreffen... Eine (monetäre) Erweiterung der Bandbreite wollte das System nicht zulassen, also könnt ihr leider bis zum 27. diesen Monats nur den Text genießen.

Ich denke ich nutze das für eine kleine Blogpause und komme bildgewaltig zurück... zum Beispiel mit den beiden Shirts, die fertig genäht und sogar schon getragen wurden.

18 Juni 2013

Wollschaf-Spinntreffen 2013 - Tag 2

Und hier die Bilder zum zweiten Tag! Heute dabei war "Mutter Erde" Anni mit ihren Filzkunstwerken:



Für mehr Informationen gibt es hier ihre Kontaktdetails:



Lady Ramone bot heute Batts feil:



Und da kommen noch Spinnfasern:



Erinnert ihr euch noch an die Merlin-Spinnrädern?



Vom Design her interessant, ABER... das Schwungrad ist nicht gerade. Durch das "eiern" wird der Flügel ungleichmäßig angetrieben und es spinnt sich nicht schön darauf. Außerdem sind sie auch zu laut. Unbequem sind sie noch dazu: der Flügel ist beim Spinnen zwischen den Knien, die man also weit genug auseinander machen muß. Gleichzeitig muß an aber beim Doppeltrittrad (rechts im Bild) die Füße eng beienander halten damit man auf die Tritte kommmt... Nö danke! Das meinten auch unsere Gäste - keine Rückmeldung bezüglich der Räder war positiv. Falls ihr euch also so ein Rädchen zulegen möchtet - probiert es bitte vorher aus!

An diesem zweiten Tag habe ich wieder die Kardiermaschinen betreut, aber auch Zeit am Spinnrad verbracht. Mir gegenüber daßen die drei Schweizerinnen, mit denen es recht lustig zuging:



Von links: Zizi die sich "Sissi" spricht, Rita von der Spinnwebstube und Mirjam, die etwas ganz besonderes ausprobierte. Mit Hilfe einer feinen Nadel zug sie Perlen auf Spinnfasern auf...



...und konnte so die Perlen beim Spinnen auf den Faden bringen.



Wenn das Garn dann verzwirnt ist, sind die Perlen sicher an ihrem Platz. Wär das nicht was für ein Lacegarn...?

Links neben mir saßen Lady Ramone...



...und Frau Wo aus Po, die es eher mit Artyarns haben :-)



Zumindest Frau Wo aus Po kann auch dünn und glatt spinnen - leider habe ich davon kein "Beweisfoto" gemacht :-)

Wie letztes Jahr habe ich am Ende, nachdem alle Gäste gegangen waren, die weichen Faserproben eingesammelt:



Welch ein großer Haufen! Die weißen Fasern möchte ich noch einfärben, ich glaube ausnahmsweise mal nicht lila. Und dann soll daraus erst ein Garn und dann ein tolles Projekt werden... dazu habe ich aber noch keine Idee.

Es waren zwei richtig tolle Tage, die viel zu schnell vorbei waren. Eine feste Zusage für nächstes Jahr wollte das Wollschaf nicht machen, aber ich halte es mal wie die Gäste: "wir sehen uns nächtes Jahr!"

17 Juni 2013

Wollschaf-Spinntreffen 2013 - Tag 1

Das Wollschaf hatte am Wochenende zum zweiten Spinntreffen mit Hausmesse geladen - diesmal zwei Tage mit jeweils 50 Gästen. Das erste Treffen war so ein Erfog, daß die Karten für beide Tage schon Wochen vorher ausverkauft waren.

Die Helfer kamen ein bißchen früher und konnten noch die "Ruhe vor dem Sturm" genießen (oder letzte Vorbereitungen treffen...).



Oben rechts im Bild ist Kate Sherratt von der Firma Ashford zu sehen, der Ehrengast in diesem Jahr. Deutschland war ihre erste Station bei ihrer "Europarundreise" auf der sie verschiedene Händler besucht.

Wie letztes Jahr gab es wieder eine Faserwand:



Auf den Tischen befinden sich Informationen zu den Fasern inklusive einer Fühlprobe. Die Neuheiten sind mit roten Bändern gekennzeichnet:



In der Mitte links der pinke Bobbel ist in Wirklichkeit übrigens noch knalliger - da braucht man fast eine Sonnenbrille. Die Farbe ist so absurd, da mußte was in meinen Stash... Außerdem gibt es nun exklusive Farbmischungen, die extra für das Wollschaf angefertigt werden. Auf dem Bild leider schlecht zu erkennen ist eine lila-schwarze Merinomischung, die natürlich auch in meinen Stash wandern mußte!





Auch das restliche Sortiment war vertreten. Hier Stricknadeln und Garne...



... und Kardiermaschinen in allen Größen zum Ausprobieren. Das war auch meine "Station" für die ich eingeteilt war. So trauten sich auch einige Neulinge an die Maschinchen. Etliche Mädels und Damen ließen sich von mir eine Farbmischung nach Wunsch zusammenstellen und durften dann ihr allerestes Batt kardieren! Leider ist mir erst gegen Ende des zweiten Tages eingefallen, daß ich jeweils ein Bild "vorher" und "nachher" hätte machen sollen, das wäre eine schöne Fotostrecke gewesen...



Neu zu sehen in diesem Jahr war das breite Angebot an Webrahmen der Firma Ashford. Beispielsweise dieser 16-Schaft-Tischwebrahmen:



Passend dazu brachte Kate einige Webstücke mit:



Kate ist übrigens nicht so sehr eine Strickerin, vielmehr mag sie das Weben und so gab sie ein beiden Tagen jeweils einen Kurs "wie bekomme ich die Kette auf den Rahmen". Aber kardieren und spinnen mag sie auch:



Ganz frisch und neu im Wollschaf-Sortiment sind Spinnräder der Firmen Merlin (die beiden in der Mitte)und Spinolution (leider habe ich nur das "kleine" rechts geknipst):



Das klappbare Reiserad von Spinolution nennt sich "Hopper" und sieht von der anderen Siete so aus:



Die Räder haben einen Wippmechanismus, treten sich meiner Meinung nach aber wie die "klassischen" Räder mit Tritten. Alle Räder haben einen eher starken Einzug und "zuppeln" (das heißt der Einzug ist nicht konstrant sondern ruckelt). Nix für mich als Fädchenspinner...

Eine erste EInschätzung der Merlin-Räder gibt es morgen, da habe ich noch ein Bild von der andere Seite gemacht.

Auch "Gastprodukte" waren willkommen:



Links zu sehen sind ein paar Stücke aus meiner "Kollektion". Rückmeldung habe ich insbesondere zum Meridian-Set bekommen. Das Garn dazu ist handgesponnenens Yak, das ich trotz Sockenwoll-Lauflänge mit 1,75er Nadeln verstrickt hatte... und rechts im Bild sind ein paar Garne und Strickstücke von Lady Ramone (auf Wunsch ohne Bild der Künstlerin). Artyarns kann man tatsächlich auch verstricken :-)



Ein weiterer Gast war Frau Wo aus Po mit einer Sonderedition Spinnfasern, gefärbt auf Kammzügen vom Wollschaf. Sie ist echt ein Knuffelchen :-)

Als die ersten Gäste kamen, erspähte ich doch glatt ein Design von mir... eine Gwendolyn!



Und dieses Mädel kannte ich noch von letztem Jahr :-)



Und als ich mal wieder zu meinem Rädchen zurückkehrte, befand sich dort etwas wunderbar lila-weiches... ein Strang Lacegarn von der Spinnwebstube! Rita war mit Mirjam und Zizi (gesprochen: "Sissi") wieder angereist, welch ein schönes Wiedersehen! Ein Bild von den dreien gibt es morgen.



Der Strang hat so ein wunderbares lila, das meine Kamera nicht einfangen kann. Es ist in Wirklichkeit rot-lila... und der Strang hat satte 1250 Meter! Dafür muß ich mir was besonderes einfallen lassen.



Für das leibliche Wohl war auch gesorgt. Getränke, Mittagessen (handgemachter und holzofen-gebackener Flammkuchen...) sowie Kaffe + Kuchen waren im Eintrtittspreis enthalten.



Ausdrücklich erwünscht war eine Rückmeldung der Gäste - die wieder äußerst positiv ausgefallen ist.



Morgen geht es weiter mit dem zweiten Tag :-)

13 Juni 2013

Knitty First Fall 2013

Diese Woche habe ich nicht so viel Zeit im Internet verbracht, daher dachte ich heute Morgen im Büro "schluck, haste jetzt die neue Knitty verpaßt?!" - nee, die kam heute erst raus: Kniitty First Fall 2013 :-)

11 Juni 2013

Die verstrickte Dienstagsfrage 24/2013

Das Wollschaf fragt heute:

Hast Du schon einmal einen Freund oder eine Freundin durchs Stricken kennengelernt?

Ja, gleich mehrere durch einen örtlichen, privaten Stricktreff :-)

05 Juni 2013

Neues Spinnprojekt

Schwupps geht es weiter zum nächsten Projekt:



4 Batts in "langweilig grau" aber aus ganz leckeren Fasern: gemischt habe ich 10% schwarzen Bambus, 15% schwarzes Merino (21 Mikron), 10% weiße Maulbeerseide und 65% weißes Merino (18 Mikron). Die Batts sind herrlich fluffig weich! Die gewünschte Graustufe habe ich glaube ich nicht so getroffen. Es wird wohl dunkler als gewollt. Macht aber nix, dafür ist es unikat :-)

04 Juni 2013

Die verstrickte Dienstagsfrage 23/2013

Das Wollschaf fragt heute:

Hast du ein "Geheimrezept" für deine Socken – falls du Socken strickst ? Und wenn ja wie lautet es ? Es gibt ja viele Anleitungen für Socken und mindestens genauso viele verschiedene Füße, breite, schmale, hoher Spann, dicke Waden usw. Mich würde interessieren wie du den verschiedenen Anforderungen gerecht wirst!

Mein "Geheimrezept" ist eine festere Maschenprobe (34 Maschen auf 10 cm) und eine höhere Dehnung (15%). Dadurch sind die Socken haltbarer und schlackern nicht am Fuß (ich habe festgestellt, daß die Socken beim ersten Tragen etwas "nachgeben" und auch beim Waschen nicht mehr "zusammengehen", daher die höhere Dehnung). Außerdem richte ich mich ungern nach der Schuhgröße, die rein auf der Fußlänge basiert. Beim mir bestimmt der Fußumfang am Ballen die Maschenzahl. Damit sind schmale und breite Füße schon mal abgedeckt.

Schwieriger ist es mit einem hohen Spann. Ich kenne kein "Maß" mit dem man das feststellen kann, also hilft nur ein Paar Socken zu stricken und zu schauen wie sie sitzen und ob sie rutschen. Wenn nicht nur der Schaft rutsch sondern der Socken "unter die Ferse krabbelt", dann liegt das am hohem Spann. Die Abhilfe ist einfach: beim nächsten Paar mehr Zwickelmaschen zunehmen! Dabei wird der Zwickel natürlich länger, so daß der Fußteil entsprechend kürzer gestrickt wird.

Bezüglich dicker Waden kann man den Schaft anpassen - mit mehr Maschen beginnen und Richtung Ferse gleichmäßig abnehmen.

03 Juni 2013

Fertig: Handgesponnenes



Zu meinem letzten Geburtstag bekam ich handgefärbte Fasern geschenkt. Die haben sich jetzt in ein zweifädiges Lacegarn verwandelt.

105g mit einer Lauflänge von 855 Meter - wow! Da staune selbst ich...