03 Juli 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 27/2012

Das Wollschaf fragt heute:

Gerne streife ich nach getaner Strickarbeit (oder aufgeschobener Zusammen-Näharbeit) durch Netz und schaue, was andere Stricker und Strickerinnen so anstellen. Das macht riesigen Spaß und ich habe schon viel gelernt. Andererseits bin ich manchmal ziemlich ratlos über die Debatten im Netz, weil in Kommentaren und Blogeinträgen ziemlich scharf geschossen wird. Letztens traf ich eine Internet-Strickerin im echten Leben und dabei fiel das Wort der „Strick-Polizei“. Ich habe lange überlegt und tue es noch, aber gibt es das Phänomen tatsächlich? Hängt das mit dem vermaledeitem Handarbeitsunterricht zusammen, der auf den einzigen, richtigen Strickweg führen sollte? Oder haben wir einfach (noch) nicht gelernt, wie wir miteinander konstruktiv im anonymen Internet umgehen sollten?

Ich glaube das liegt daran, daß die Leute eben unterschiedlich sind und auch unterschiedliche Präferenzen haben, beispielsweise welche Stricktechniken sie verwenden. Die einen stricken Socken auf einem Nadelspiel, die anderen können nur mit einer Rundstricknadel. Das eigentliche Problem liegt darin, daß viele Menschen nicht tolerieren können, daß wir nicht alle gleich sind. Gilt nicht nut fürs Stricken.

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