19 Juni 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 25/2012

Das Wollschaf fragt heute:

Auf der Suche nach Funktionswäsche sind wir einigen hochpreisigen Merinowolle-Kleidungsstücken begegnet. Eine Fachverkäuferin erklärte uns dazu, dass Merinowolle sehr gute Eigenschaften hätte wie temperaturausgleichend, nicht kratzend, schnell trocknend etc. Könnt Ihr diese Eigenschaften bestätigen bzw. welche Erfahrungen habt Ihr mit Merinowolle gemacht? Meine Merinostrickereien habe ich immer als weich und angenehm wärmend empfunden.

Die Eigenschaften stimmen schon, beim Stichwort "nicht kratzend" muß ich aber anmerken, daß es verschiedene Qualitäten an Fasern gibt. Dickere Merinofasern kratzen nämlich doch (beispielsweise die Merino-Sockenwolle von Lana Grossa oder Regia).

Als Hilfestellung zur Faserfeinheit bedient man sich der Faserdicke, die in "Mikron" gemessen wird. Je kleiner die Zahl, desto feiner die Faser. Leider wird die Feinheit für gewöhnlich nicht angegeben. Einige Spinnfasershops schreiben sie inzwischen bei ihren Spinnfasern dazu - so weiß ich zum Beispiel, warum "Baby Alpaka" mich kratzt: Soooo fein ist das nämlich gar nicht!

1 Kommentar:

  1. Anonym22.6.12

    Ich finde, das ist eine ganz individuelle Sache. Wenn man z.Bsp. Merinounterwäsche als Funktionswässche tragen will, muss man sich bewusst sein, das man sich bei
    Sport (schwitzen) darin eventull nicht mehr so wohl fühlt darin. Dann kommt es auch leichter zu einem "kratzigen" Effekt. Der Vorteil: die
    Wäsche gibt ein aklimatisierendes Klima und nimmt den Körpergeruch nicht so stark an wie Synthetik.
    Das ist dann die Preisfrage. Außerdem wissen wir ja, dass man Wolle nicht so oft waschen sollte,
    da stellt sich dann die Frage: ab wann reicht nur Lüften nicht mehr und wann wird´s unhygienisch

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