27 Oktober 2011

Resteverwertung

Die Shirts hatte ich diesmal etwas anders zugeschnitten, damit ein möglichst langer Streifen übrig bleibt. Damit kann man nämlich Socken nähen. Ja wirklich!

Von dem Buch hatte ich mir allerdings mehr erhofft. Der Autorin geht es sehr stark um verschiedene Designs. Bezüglich der Paßform heißt es nur "je nach Elastizität der Stoffe kann die Größe etwas variieren". Ja toll, soweit war ich schon selbst.

Wie sollen die Socken aber sitzen? Dehnung in der Länge, oder nur am Umfang? Wieviel Dehnung? Na dann muß es eben gehen wie immer - Versuch und Irrtum.

Versuch Nummer eins mit Elastikjersey war direkt für die Tonne - viel zu weit! Also nicht nur 5% Dehnung bei der Fußlänge, sondern auf jeden Fall auch umfangsmäßig. Versuch Nummer zwei saß da schon besser (10% Dehnung beim Fußumfang), jedoch rutschte der Schaft.

Da ich mir nun nicht den Frust nähen wollte, ging ich direkt über zu Kniestrümpfen. Da habe ich mir nämlich gedacht daß ich den Schaft etwas ausstelle und oben ein Gummi annähe, so daß da nix rutschen kann. Der erste Versuch hier war schon fast perfekt, jedoch habe ich dann die Fußlänge noch um 1cm gekürzt (macht 10% Dehnung in der Länge) und die Schaftlänge um 2cm. Außerdem habe ich das Gummi weiter gemacht damit es nicht die Durchblutung stört. Es ist jetzt 0,5cm enger als der Beinumfang unterhalb des Knies. Wichtig: Beim Nähen nicht das Gummi dehnen!



Schaut gar nicht schlecht aus, was? Für den Winter dürfte der Stoff etwas dicker sein, damit die Strümpfe auch warm halten. Da ist aber nix auf Vorrat... hihi, da "muß" ich eben welchen kaufen :-)



Noch eine Nahaufnahme der Ferse/Spitze. Bezüglich der Spitze empfehle ich übrigens diese an die individuelle Fußform anzupassen. Ich habe eine sehr gerade Zehenlinie und habe daher die Mitte der Spitze um insgesamt 1cm verbreitert.

Die Nähte habe ich übrigens mit der Nähmaschine genäht, Zickzackstich Länge 2mm, Breite 1mm (für die Dehnbarkeit). Bei Overlocknähten habe ich bedenken daß man durch die Fäden und die dann doppelt liegende Nahtzugabe doch etwas merkt. Bei den Nähmaschinennähten legen sich die Nahtzugaben von selbst ganz brav auseinander (jedenfalls wenn man beim Annähen des Gummis die Nahtzugaben auch auseinader legt!).

26 Oktober 2011

Vorbereitungen...

... zur nächsten Nähaktion:



Stoff für 4 Shirts ist zugeschnitten. Es sind alles Stoffe vom Stoffmarkt Holland die schon länger darauf warten verarbeitet zu werden.

24 Oktober 2011

Fertig: Heelix-Socken



Die Heelix-Socken sind fertig! Mit 8 statt 4 Zwickelmaschen pro Seite passen sie sehr gut.



Ich habe eine Variante gemacht wie sie die Designerin in ihrem Blog zeigt: eine Hälfte in 2er Ringel, die andere Hälfte uni (mit Spitze bzw Bündchen in der anderen Farbe).

Da die Zwickelabnahmen aber symmetrisch Richtung Zehen und Bündchen gemacht werden, habe ich etwas Bedenken ob sich die Socken in hohen Schuhen bzw. Stiefeln gut tragen lassen. Denn durch die andere Fersenform kann der Socken gar nicht anders als sich zu wellen:



Na mal sehen was die Praxis zeigt :-)

Ich glaube dieses Design könnte man auch mit einer "normalen" Ferse machen, also nach der Heelix-Ferse die Maschen so anschlagen und verarbeiten daß man eine Fersenwand und einen normalen Zwickel erhält. Das schreit für mich nach ausprobioeren :-)

18 Oktober 2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 42/2011

Das Wollschaf fragt diese Woche:

Wie es die verstrickte Dienstagsfrage ja schon sagt: "eine Frage fuer die STRICKblogger" ist ja davon auszugehen, dass ihr alle strickt. Nur: wer von euch wird ab-und-zu dem Stricken "untreu" und froent anderen, garn- oder wollverarbeitenden Hobbies? Z.B. haekeln, sticken, knuepfen, weben, spinnen? Was macht ihr, und warum? Und warum betreibt ihr es nicht ganz so leidenschaftlich wie die Strickerei?

Gelegentlich spinne ich, selten wird gehäkelt. Die Nähmaschine wird des öfteren mal bewegt. Ein unbeendetes Stickbild (Kreuzstich) liegt schon monatelang in der UFO-Ecke. Und Occhi-Schiffchen sowie ein Klöppelkissen sind in den Schränken verstaut. Mit dem Weben habe ich bisher nicht angefangen, reizt mich aber auch.

Meisten stricke ich jedoch, da ich das wunderbar zum Abschalten machen kann. Da muß ich nicht groß nachdenken und - außer bei Mustergestrick - auch nicht so genau hinschauen. Und ich kann bequem auf dem Sofa lümmeln. Das alles können mir die anderen Techniken nicht bieten.

17 Oktober 2011

Zwischenstand

Soweit ist der Stand der Double Heelix:



Nachdem das beim ersten Stück schon ein Gewurschtel war mit den ganzen Fäden, habe ich zunächst am zweiten Socken den Fußteil gestrickt. Der Rest wird nun unifarben in schwarz mit lila Spitze bzw. Bündchen.

German Raveller Meeting 2011

Am Freitag ging es los mit einer Freundin, zuerst nach Koblenz zum Shoppen. Leider kamen wir erst kurz vor Innenstadt-Ladenschluß an, so daß wir lediglich das Löhr-Center unsicher machen konnten. Am Eingang kamen wir an einer Wand mit vielen Namen vorbei.



Ah ja. Dann auf zu den Läden - leider war die "Jagd" nicht sonderlich erfolgreich. Lediglich im dort ansäßigen Reformhaus habe ich eine Tüte voll glutenfreier Kekse gekauft. Abendessen gab es im Asia-Bistro - für mich natürlich ein Reisgericht. Lecker! Und die Portion war so reichlich daß ich mir den Rest mitgenommen habe. Guckt mal die hübsche Verpackung:



Dann ging es schon weiter zu unserer Übernachtungsmöglichkeit. Spät abends haben wir dann noch beschlossen, eben am Samstag Morgen noch im Stoffgeschäft vorbeizuschauen. Da wurde ich aber nur bei einem Jeansstoff fündig.

So, dann aber nix wie auf nach Frechen! Vor dem Eingang wurde wir schon herzlich begrüßt von Dina die schon einmal beim Stricktreff in der Heimat dabei war. Leider ist sie kurz danach umgezogen. Direkt am Eingang zur großen Halle trafen wir dann auch Lady Ramone die wir auch "offline" kennen. Dann ging es erstmal zum Wolle gucken. Gerne hätte ich bei der Merinosockenwolle von Lanartus zugeschlagen, aber da sagten mir die Farben nicht zu. Bei Lanafina gab es ebenfalls eine Merinosockenwolle, diesmal handgefärbt aber leider auch nicht in der richtigen Farbe. Aber bei Astrids Wol habe ich zwei Knäuel Merinogarn in Sockenwollstärke gekauft. Dann ging es erstmal auf die Empore zum Stricken. Blick von oben in die Halle:



Wollbeute:



(man beachte auch die Tischdeko - Minigummibärchen mit Minisocke)

Während ich gerade überlegte bei wievielen Anwesenden ich im Blog mitlese aber mangels dazugehörigen Gesicht nicht erkenne, wurde ich von Hippezippe (Martina) und Sockstreet (Ute) angesprochen. Das sind ja zwei ganz Liebe *rüberwink*

Nach dem Mittagessen (übrigens nicht am "Buffet" - das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt als Kartoffelpuffer und Eintöpfe...) traf ich dann vor der Halle auf Tichiro (Tina). Klasse ihr endlich mal gegenüberzustehen! Sie ist genau so wie es in ihrem Blog rüberkommt :-) Die mittlerweile sehr strahlende Sonne hat mich aber bald wieder in die Halle verscheucht. Da fand dann auch wenige Minuten später eine Yarnpool-Verlosung statt. Irgendwie hab ich nicht kapiert wie das funktioniert hat... mußte man da sein Los irgenwo abgeben??? Na jedenfalls sa der Pool hinterher so aus:



Wir blieben dann gar nicht bis zum Schluß da wir noch einige Stunden Autofahrt vor uns hatten. Den 8 Kilometer langen Stau konnten wir gerade noch umfahren. Auf der neuen Strecke ging es dann ziemlich reibungslos wieder nach Hause. Anstrengend, aber schön war's!

13 Oktober 2011

Zwischenstand Socken



Double Heelix

Nach den Maschenzahlen bräuchte ich Größe S, laut Fußumfang über die Ferse aber Größe M. Ich habe dann einfach mal 8 Zwickelmaschen (statt 4) pro Seite neu aufgenommen. Das entspräche dann wohl Größe L von den Gesamtmaschen her. Ich glaube so paßt es!

Den Schaft stricke ich in der 4-Fäden-Spiraltechnik, so daß ich keinen Versatz in den Farbstreifen habe.

Perlen des Einzelhandels

Meine Neurodermitis hat sich wieder gemeldet, und nur zwei Tage später lese ich eine Anzeige in der Zeitung, daß eine örtliche Bäckerei auch weizenfreie Backwaren im Sortiment hat. Gleich mal hin - ein weizenfreies Brot und zwei Sorten Brötchen sind im täglichen Angebot, außerdem an drei Tagen die Woche noch eine weitere Brotsorte. SUPER! Dann muß ich mich nicht selber am Backen versuchen (hab kein Händchen für Hefeteig) und muß auch nicht in die große Stadt fahren. Nur zeitig am Tag sollte ich dann einkaufen damit nicht schon andere die weizenfreien Sachen weggeschnappt haben :-)

Und seit meinem letzten Schub hat sich im restlichen Einzelhandel auch was getan. Ziegen(frisch)käse findet sich nun auch in den Dörfern und nicht nur in den Megaläden der großen Städte. Außerdem habe ich Macadamia-Nüsse für mich entdeckt, klasse für zwischendurch (statt Kekse). Sogar Ziegenmilcheis findet man vereinzelt... na da kann ich doch diesen Schub gut überstehen, zumindest was die Verpflegung zu Hause angeht!

12 Oktober 2011

Angestrickt



Double Heelix

Abgenadelt



Schlicht glatt rechts nach meinem "Rezept" aus handgefäbtem Garn mit Kaschmir. Und bereits an den Füßen - sowas von weich!
Leider schafft es meine Kamera nicht die ganzen Farbnuancen einzufangen.

11 Oktober 2011

Anleitung: Kylie Mütze und Handwärmer

Achtung, jetzt wird tunesisch gehäkelt!


Die fingerlosen Handschuhe werden seitwärts gearbeitet. Der Daumen wird mit verkürzten Reihen geformt.
Größen: Handumfang 16,5 – 17,5 – 18,25 – 19 – 20 – 21 cm


Die Mütze besteht aus einem Band im tunesischen links-Strickstich und dem angehäkelten oberen Teil im einfachen tunesischen Stich. Verkürzte Reihen formen die Mütze, die durch Mehrweite und Mehrlänge Platz bietet für hochgesteckte Haare. Ein Hingucker ist auch der (nicht funktionale) Knopf and er Seite.
Größen: Kopfumfang 52,5 – 55 – 57 – 59,5 cm

Die Anleitungen gibt es wie immer über Ravelry (auch für Nicht-Mitglieder): Kylie Mütze und Kylie Handwärmer.

Award

Bine hat mir einen Award verliehen:



Dafür bedanke ich mich :-)

Allerdings lasse ich den Rest aus. Der Award soll nämlich gleich an 10 Blogs weitergereicht werden, und das hat doch sehr was von Kettenbriefen.

05 Oktober 2011

Fertig: Steffisocken



"Schräge" Socken, so gar nicht gegengleich und ich finde sie wunderschön :-)

Das Garn habe ich selbst gefärbt. Die Blockstreifen sollten aber schmäler ausfallen. Leider hatte ich erst nach dem Färben bemerkt daß das Garn dicker ist. Deshalb habe ich auch Fersenwand und Bündchen mit einem anderen Knäuel gestrickt - und das war gut so, denn von dem bunten Garn waren gerade mal 6 Meter übrig :-)



Und nun habe ich die Qual der Wahl welches Knäuel ich mir als nächsten schnappe... was handgefärbtes? Das neue Knäuel mit Angora? Oder doch schlichte Männersocken zum Verschenken?

Stashzuwachs



Sockenwolle von ONline, einmal "Emotion IV" (Merino-Bambus) in eher ungewöhnlichen Farben für mich, und einmal ein dezent-graues Knäuel aus der Serie "Noble-Color" (Merino-Angora).

Dann reichlich "Egypto-Cotton" von Schachenmayr. Daraus habe ich einen Shrug geplant. Abhängig vom Wetter und wie schnell ich den fertig habe (Anleitung ist noch nicht ausgerechnet!) kann ich den dieses Jahr evtl. noch tragen. Ansonsten paßt es dann eben für den Frühling :-)

04 Oktober 2011

Die verstrickte Dienstagsfrage 40/2011

Das Wollschaf fragt diese Woche:

Bei der Wollproduktion ist es nicht anders als bei der restlichen Textilherstellung: Immer mehr Hersteller lassen nicht länger im eigenen Land, sondern billig im Ausland produzieren. Dabei werden die Wollpreise jedoch höchstens nach oben korrigiert.

Wie wichtig ist Euch die Herkunft / das Herstellungsland Eurer Wolle? Welchen Zusammenhang seht Ihr zwischen Herstellungsland und Wollqualität?


Da auf so einem Knäuel nicht unbedingt draufsteht wo es herkommt, kann ich die Herkunft nicht nachvollziehen. Und selbst wenn da ein Land draufsteht - wurde das dort nur geknäuelt oder wohnt das Schaf auch dort?

03 Oktober 2011

Batts selbstgemacht

Noch nie habe ich ein Batt versponnen. Gut wenn man sich eine Kadiermaschine für ein Stündchen ausleihen kann, dann kann man sich nämlich einfach selber dran versuchen:



Leider hatte ich vergessen die Kamera mitzunehmen. Gerne hätte ich nämlich zumindest das "Vorher" auch noch gezeigt.

Die Batts wiegen je ca. 50g und bestehen aus zwei Tönen türkis und zwei Tönen lila. Um aus den Batts einen glatten Faden spinnen zu können, habe ich Kammzüge verwendet. Damit die Farben schon relativ "gemischt" erscheinen, habe ich die Fasern in dünnen "Schichten" auf das Kardiertier laufen lassen.

Nun bin ich mal gespannt wie der Faden wird. Theorethisch könnte es ein meliertes Garn geben. Oder es erscheint weniger vermischt und hat Stellen an denen nur eine Farbe ist... aber zuvor muß erst noch der "Hase" versponnen werden. Doof nur daß mir zur Zeit nicht so nach spinnen ist.