18 Juli 2014

Zwischenstand: Spinnprojekt



Ein kleiner Fortschritt... das Garn ist gezwirnt, als Zweifachgarn :-)

Bin gespannt auf die Lauflänge... aber erst darf das Garn ins Entspannungsbad.

11 Juli 2014

Neu: Socken von der Sohle aus

Bei einem der letzten Stricktreffen hieß es so schön: "Steffi strickt Socken auf ungewöhnliche Art, einfach weil es geht"... ja Mädels, recht habt ihr und hier kommt auch gleich eine weitere Variante: Socken von der Sohle aus!

Als Anleitung benutze ich die Lobelia-Socken aus der Interweave Knits Sommer 2014. Ich möchte zwar kein Einstrickmuster machen, aber für die Sohle paßt die Maschenprobe fast genau auf meine. Wer eine kostenlose Anleitung mal anschauen möchte, findet sie in der aktuellen Knitty als "Carry on Solefully".

Die Socken werden mit einer Rundstricknadel gestrickt. Begonnen wird in der Mitte der Sohle in Längsrichtung. Man strickt in Runden und nimmt Maschen zu für die Rundung an Ferse und Zehen. An der Oberseite nimmt man dann wieder Maschen ab für die Zehen. Einige Maschen werden dann per Maschenstich oder einer Abnahmelinie verbunden. Dann folgt der Zwickel mit weiteren Abnahmen und schließlich ein ganz normaler Schaft mit Bündchen.



So sieht der Socken aus wenn die Sohle gestrickt ist...



...und hier probiere ich den Socken an nachdem die Maschen an der Oberseite verbunden wurden. Paßt!

Ich finde die Konstruktion sehr interessant. Allerdings weiß ich nicht wie man im Vorfeld die Paßform berechnen kann... der Teil am Fußballen ist noch einfach, denn da braucht man die richtige Anzahl an Runden. Da die Maschen aber 90° versetzt sitzen im Vergleich zu "normalen" Socken, fehlt die Dehnung des Gestricks im Fersenbereich. Hierzu muß man also entsprechend weniger Maschen anschlagen... wo man da nun aber am Fuß mißt weiß ich nicht... aber mit der Methode "Versuch und Irrtum" geht es auch.

Als Garn verwende ich übrigens "Wunderland" (Merinosockenwolle) von der Frau Wo aus Po.

10 Juli 2014

Zwischenstand: Webstoff



Nach einer Pause habe ich endlich weitergewebt - und der Stoff ist fertig! Jetzt darf er erst noch ein Bad nehmen, bevor ich versuche die Schere anzusetzen um daraus eine Jacke zu nähen...



Noch ein Detailbild mit schöner Webkante und den Fransen, die an den vorderen Kanten der Jacke zu sehen sein werden...

09 Juli 2014

Nachschub: Trigema-Stoffe



Bei Trigema gibt es nicht nur fertige Bekleidung zu kaufen, sondern auch Stoffcoupons und Überraschungspakete im Kilopack. Nach langem Lauern gab es endlich einen schönen dunklen lilaton, den ich mir gleich geschnappt habe (im Bild unten). Meine nähenden Freundinnen haben sich mehrere Kilo an Überraschungsstoff schicken lassen, von denen ich dann die pink/lila-lastigen Stöffchen bekommen habe. Dabei ist ein Stück in leuchtendem magenta für ein Kurzarmshirt und auch ein Stück Stretch-Interlock in einem mittleren Lilaton. Dieses Stück hat eine Naht, an dem zwei Stücke angesetzt wurden. Ich denke ich werde das als "Designelement" in ein schlichtes Shirt integrieren. Und es sollten auch noch genügend Reste bleiben, um mit allen drei Farben ein weiteres Shirt zu kombinieren...

23 Juni 2014

Stashzuwachs Wollschaf-Spinntreffen 2014

Die Ereignisse könnte man mit einem Wort zusammenfassen als "ups!". Aber fangen wir vorne an.



Wie gestern schon erwähnt, konnte ich Lady Ramone zuschauen, wie sie ihre Kisten auspackte... dabei war auch ein Riesenbatt mit reichlich lila, aber auch etwas orange und ...Glitzer! Huch, ja Glitzer!



Irgendwie hatte ich schon ein Weilchen überlegt daß ich auch mal etwas Glitzer in den Faserstash lassen sollte, also war das Batt meins!



Weiter ging es dann am "Blending Board", dem Kardierbrett. Das mußte ausprobiert werden... auch von anderen... die dann die lilalastigen Rolags (die Röllchen, die man vom Kardierbrett abnimmt) mir überließen. Gleiches galt für die Kardiermaschinen...



Nix zu sehen? Separieren wir doch mal die Häufchen...



Von links nach rechts: der gestern schon erwähnte "Nachtclubvorhang", zusammengestellt von Frau Wo aus Po - reichlich lila und petrol mit ...Glitzer! Das (der?) nächste Rolag wurde mir von einem Wollschaf-Teammitglied übberreicht, die das Kardierbrett ebenfalls mal ausprobieren mußte. So ganz ihre Farben waren es nicht, Glück für mich :-) Darin ist ebenfalls ...Glitzer!
Nummer drei ist ein Farbverlaufversuch von mir - ohne Glitzer :-) Da bin ich gespannt wie das als Garn wird. Nummer vier und fünf sind aus der gleichen Mischung, die ich als zwei Rolags abgenommen habe damit sie nicht zu dick werden. Die Farben sind relativ fein verteilt, da weiß ich nicht ob das mit meinem dünnen Garn gut rauskommt - sollte ich mal versuchen dicker zu spinnen?
Numer sechs ist ein Fundstück, das ganz einsam neben dem Kardierbrett lag... das geht ja so nicht :-) Und Nummer sieben ist mein erster Versuch am Kardierbrett - noch ganz zart und fein...

Fehlen noch die beiden Batts.



Eine eher mintlastige Mischung von der kreativen Frau Wo aus Po, mit nur leichtem Glitzer (!) und einem Hauch von Wildseidenlappen... in Anlehnung an den Ausbruch an Namensfindungen heißt es "Schwimmbadgala".



Ebenfalls ein Hauch Glitzer (!) mit Wildseide ist in dem Batt "Megakreisch" (ja wir hatten viel Spaß *lach*):



Magenta und schwarz - klar daß das zu mir wollte :-)



Zum Ende des Spinntreffens habe ich dann noch "traditionsgemäß" einige Fühlpröbchen abgesammelt, die an den Kärtchen vor der Fasertheke befestigt waren.



So, das reicht! Ende!

22 Juni 2014

Das Wollschaf Spinntreffen 2014

An diesem Wochenede hieß es wieder auf zum jährlichen Wollschaf-Spinntreffen. Ich war wieder beim "Team Wollschaf" dabei mit offiziellem Shirt:



Alle Wollschäfchen haben so ein Shirt an, damit gleich zu erkennen ist wen man fragen kann :-)



Am Eingang hing der Tagesplan aus, hier mal für den Samstag. Herr Wollschaf informierte zusätzlich mit einer kleinen "Rede" wie der Tag verlaufen soll und lud ein alles auszuprobieren.



Die Ruhe vor dem "Sturm" habe ich genutzt um Bilder vom Raum zu machen. Oben sieht man die Faserwand - eine Längsseite des Raumes ist komplett voll mit allen möglichen Fasern, die auch alle ausprobiert und gefühlt werden durften.



Auf der anderen Seite waren die Kardiermaschinen aufgebaut, natürlich ebenfalls zum Anfassen und Ausprobieren!



Ebefalls dabei war ein "Blending Board" (zu deutsch Kardierbrett). Das hat mich bisher nicht gereizt, da man nur relativ kleine Mengen bis etwa 40g darauf msichen kann, aber wenn es denn nun mal so rumsteht muß ich natürlich auch mal ran. Die Ergebnisse seht ihr morgen, da gibt es noch einen Stash-Zuwachs-Beitrag :-) Fazit: doch ganz nett das Kardierbrettchen... aber für größere Mengen dann doch lieber eine Kardiermaschine.



Die Stirnseite des Raumes war reserviert für allerlei Zubehör wie Spulen, Haspeln und so weiter.



Davor waren alle im Shop erhältlichen Spinnräder aufgebaut, ebenfalls zum ausgiebigen Testen :-) Als Neuheit gibt es einen Großraum-Flügel für das Ashford Kiwi. Den hatte der Ehrengast Kate von der Firma Ashford extra mitgebracht, denn er ist noch gar nicht erhältlich!



Dahinter waren auch einige Webgeräte aufgebaut, sowohl "Rigid Heddle" Webrahmen als auch die Tischwebstühle mit 4 bis 16 Schäften.



Ein kleiner schnuckeliger 4-Schäfter stand bereit zum Ausprobieren mit verschiedenen Mustervarianten, in diesem Jahr betreut von mir und natürlich Kate. Einige Besucher haben auch interessiert gefragt wie denn so ein Gerät funktioniert und ich hoffe ich konnte es gut genug erklären :-)



Kate zeigte dann auch an beiden Tagen, wie man schnell die Kettfäden auf einen "Rigid Heddle" Webrahmen aufziehen kann. Außerdem zeigte sie, daß man an einem solchen Webrahmen auch mehr machen kann als "nur" Leinwandbindung. Mit einem zweiten Webblatt und ein bißchen tricksen kann man sogar ein Doppelgewebe anfertigen, so daß man Stücke weben kann die breiter sind als der Webrahmen...



Ein besonderes Angebot sind Spindeln aus handwerklicher Fertigung mit zum Teil besonderen Hölzern - diese hier sind extra leichte Spindeln mit gerade mal 20g und der Wirtel ist aus einem Balken gefertigt worden, der aus einem Haus von 1855 entnommen wurde und schon fast als Brennholz verfeuert werden sollte!



Ein Blick in die Halle mit Besuchern - überall surren die Rädchen :-)



Lady Ramone war auch wieder dabei mit einer ganzen Ladung an faseriger Verführung. Ein Bobbel hat es erst gar nicht auf den Tisch geschafft, den habe ich direkt aus der Kiste weggeschnappt! Bilder davon zeige ich morgen, zusammen mit dem übrigen Stashzuwachs... hust.



Hier spinnt Kate von der Firma Ashford gerade reine Seide - nicht ganz einfach.



Frau Wo aus Po war ebenfalls wieder da, diesmal ohne offizielle Fasersuchtmittel aber mit jeder Menge kreativer Ideen. Hier werkelt sie gerade am "Blending Board" eine Mischung namens "Nachtclubvorhang" speziell für mich - inklusive Glitzer! Der Namensvorschlag kam von einem Wollschäfchen und wurde allgemein für passend empfunden. Bilder dazu auch morgen :-)

Und hier noch ein Naselangmacher für das nächste Shopupdate von Frau Wo aus Po:



Handgefärbte Wildseide in "Lappen", zu englisch Silk Sheets.... lecker!

So schnell gehen zwei Tage vorbei... ich konnte einige mit kreativen Viren anstecken, zum Beispiel wie man richtig dünn spinnt :-)

Dann bis zumnächsten Jahr!

20 Juni 2014

Die verstrickte Dienstagsfrage 25/2014

Das Wollschaf fragt:

Oft ist es so, daß gerade das Modell, in das man sich unsterblich verliebt hat, nicht in der eigenen Größe verfügbar ist. Insbesondere deutsche Anleitungen sind in ihrem Größenspektrum ja oft sehr eingeschränkt. Was macht Ihr, wenn Eure Größe nicht dabei ist?
* Komplett umrechnen? Wenn ja, “zu Fuß” oder mit einem Strickrechner? Wenn letzteres, welchen benutzt Ihr?
* Pi mal Daumen ein paar Maschen mehr oder weniger anschlagen und hoffen, daß es zum Schluß passen wird?
* Dickeres bzw. dünneres Garn und Nadeln nehmen?
* Ein ähnliches Modell suchen, das in Eurer Größe verfügbar ist?
* Zähneknirschend verzichten und etwas anderes stricken?


Ich bin da ziemlich "hardcore", denn auch bei einer passenden Größe und Maschenprobe würde ich stets selbst rechnen um eine richtig gute Paßform zu bekommen. Das fängt an bei Abnähern die das Strickstück auf meine Taillenform bringen und beinhaltet auch einen geformten vorderen Armausschnitt, um die "Falte" die gerne unterm Arm entsteht zu vermeiden. Einen Strickrechner benutze ich nicht, denn (soweit mir bekannt ist) kann ich dort nicht auf alle Details eingehen. Ich rechne also "zu Fuß", wobei ich mir schon überlegt habe eine Excel-Vorlage zu machen, bei der ich dann nur noch die Maschenprobe eingeben muß und bekomme dann alle Angaben mit einem Klick.

Wer den Aufwand nicht machen mag/kann, dem empfehle ich ein Modell zu suchen dessen Maschenprobe und Größe hinkommt und entsprechend die Details abzuwandeln. Wer ausreichend gut englisch kann, kann sich bei Custom Fit seine Anleitung ausrechnen lassen, ist aber kostenpflichtig.